einachsige selbstfahrende Arbeitsmaschine

Was ist bei einer Verkehrskontrolle von einachsigen Zugmaschinen zu beachten?

Bereiche, die eine Rolle spielen sind u.a. das Fahrerlaubnis-, Steuer- und Zulassungsrecht. In den kommenden Beiträgen greifen wir diese Rechtsbereiche auch für selbstfahrende Arbeitsmaschinen, mitgeführte Anhänger und einachsige Zugmaschinen auf.

1. Was ist eine Zugmaschine?

Nach § 2 Nr. 16 FZV sind Definition land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen: Kraftfahrzeuge, deren Funktion im Wesentlichen in der Erzeugung einer Zugkraft besteht und die besonders zum Ziehen, Schieben, Tragen und zum Antrieb von auswechselbaren Geräten für land- oder forstwirtschaftliche Arbeiten oder zum Ziehen von Anhängern in land- oder forstwirtschaftlichen Betrieben bestimmt und geeignet sind, auch wenn sie zum Transport von Lasten im Zusammenhang mit land- oder forstwirtschaftlichen Arbeiten eingerichtet oder mit Beifahrersitzen ausgestattet sind./

1.1 Was ist ein Sitzkarren?

Nach § 2 Nr. 21 sind Sitzkarren Definition einachsige Anhänger, die nach ihrer Bauart nur bestimmt und geeignet sind, einer Person das Führen einer einachsigen Zug- oder Arbeitsmaschine von einem Sitz aus zu ermöglichen;/

einachsige selbstfahrende Arbeitsmaschine

2. Fahrerlaubnisrecht Klasse L – § 6 FeV

[…]Zugmaschinen, die nach ihrer Bauart zur Verwendung für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke bestimmt sind und für solche Zwecke eingesetzt werden, mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 40 km/h und Kombinationen aus diesen Fahrzeugen und Anhängern, wenn sie mit einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h geführt werden, (…..).

Beachte: Nach § 4 (1) Nr. 3 FeV sind Zugmaschinen, die nach ihrer Bauart für die Verwendung für land- oder forstwirtschaftiche Zwecke bestimmt sind und eine bbH von nicht mehr als 6 km/h haben und wenn sie von Fußgängern an Holmen geführt werden (unabhängig von der bbH), fahrerlaubnisfrei.

3. Zulassungsrecht

Einachsige Zugmaschinen sind nach § 3 (2) Nr. 1 b) FZV zulassungsfrei.

Werden die einachsigen Zugmaschinen für andere, als lof-Zwecke eingesetzt, benötigt man je nach Gewicht der Kraftfahrzeuge die Klasse B (bis 3,5 t zG), C1 (bis 7,5 t zG) oder C (über 7,5 t zG).

3.1 Beispiele für zweckentfremdete Benutzung

Der Sohn des Landwirts fährt mit der einachsigen Zugmaschine (mit Sitzkarren) zur Schule oder zum Fußballtraining.

3.2 Einachsige Zugmaschinen bis 20 km/h bbH

Kennzeichnungen § 4 (4) FZV Bei einer bbH bis 20 km/h, Namensangabe an der Längsseite.
Geschwindigkeitsschild § 58 (4) StVZO Ausgenommen.
Einzelgenehmigung  4 (1), (5) FZV Erforderlich, Mitführ- und Aushändigugspflicht.
Steuer § 3 KraftStG Steuerfrei, da zulassungsfrei.
Versicherung § 1 PflVG Erforderlich

3.3 Einachsige Zugmaschinen bis 25 km/h bbH

Kennzeichen § 4 Abs. 2 FZV
§ 8 FZV
Bei einer bbH über 20 km/h, amtliches Kennzeichen grün. Ausgestaltung nach § 10 FZV.
Geschwindigkeitsschild § 58 (4) StVZO Ausgenommen.
Einzelgenehmigung

oder ZB Teil 1

§ 4 (1), (5) FZV
§ 11 (1), (5) FZV
Erforderlich, Mitführ- und Aushändigungspflicht.
Steuer § 3 KraftStG Steuerfrei, da zulassungsfrei.
Versicherung §§ 1 PflVG Erforderlich.